Warum Singen so wichtig ist

Singen scheint ein interessantes Phänomen zu sein. Singende Menschen würden sofort die Wichtigkeit des Singens bestätigen, während ‚Nicht-SängerInnen und Nicht-Sänger‘ (oft mit einem Lächeln) ihre Singunfähigkeit kundtun und dabei nicht wirklich das Gefühl haben, dass ihnen etwas abgeht.
Aber warum soll dann Singen so wichtig sein.
Zuerst ein paar Gedanken zu unserer Stimme. Unsere Stimme und unser Gehör spielen eng zusammen. Es ist für uns als soziale Wesen sehr wichtig wie wir auf andere wirken. Was den meisten nicht bewusst ist, dass wir mit unserer Stimme viel intensiver wirken als zB durch unsere Optik.
Das hat zum einen den Grund dass unser Gehörsinn viel früher entwickelt ist, als unser Sehsinn. Bereits als Embryo und dann als Baby reagieren wir sehr stark auf Klänge. Wir können die Augen zumachen, die Ohren nicht.
Und es gibt noch einen viel wichtigeren Aspekt: mit unserer Optik wirken wir fast ausschließlich auf die anderen, mit unserer Stimme wirken wir zusätzlich auch auf uns selber. Die anderen sehen uns, wir selber sehen uns nicht; wir hören uns aber selber auch. Und durch dieses gleichzeitige auf-den-andern und auf-mich-selber Wirken kann eine sehr tiefe Verbindung entstehen.
Klingt dann die Stimme noch dazu als Gesang, wird die Verbindung nochmals intensiver, weil auch die Schwingungen intensiver sind.
Unsere Emotionen sind in unserem Körper gespeichert, bei vielen Menschen muss man leider sagen ‚gefangen‘. Sie tun sich sehr schwer, Emotionen zu zeigen, ja sogar zu spüren.
Die Schwingungen der Stimme, insbesondere beim Singen, haben die Kraft, diese Emotionen zu lösen und zu befreien.
Musik im allgemeinen und Singen im speziellen befreit unsere Seele.
Musik im allgemeinen und Singen im speziellen befreit unsere Seele.
Puh…dieser Satz hat so eine enorme Wichtigkeit und Tragweite – menschlich, gesellschaftlich, bildungspolitisch, sozial etc etc dass ich ihn abschließend noch ein drittes Mal schreiben möchte.
Musik im allgemeinen und Singen im speziellen befreit unsere Seele.

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